Nuit-nalismus
Folgendes haben wir so, oder ähnlich aus gewähltem Sprachrohr für verbindliche Sichtweisen gehört:
Möglichkeiten für Einsparungen in Milliardenhöhe sehen die freiwilligen Propaganda-Minister für allgemeine Rechtfertigungen im Bereich Hartz IV und der Arbeitslosenhilfe:
«Hier muss etwas geleistet werden. Die zuständige Ministerin ... hat bereits darauf hingewiesen, dass wir im Sozialsystem Leistungen haben, die nicht dazu dienen, Arbeitslose wieder in reguläre Arbeit zu bringen», sagte zuletzt einer aus dieser Riege von Ringern im Konsolidierungskampf des Kapitalverhältnisses.
Das ist eine tolle Leistung: das Urteil der Nazis über die Verursacher der mal wieder nicht so recht klappenden Reproduktion lautete weniger elaboriert, aber ebenfalls:
„Arbeitsscheues Gesindel“.
Die Kleinsprecher
Die da sagen, sie hätten doch nur eine Meinung geäußert, geben ganz schön an. Sie haben doch bloß die eine.
Reines Gewinnstreben
sei nicht das allein Seligmachende, höre ich.
Und zu dem Gebaren der Landesbanken liest man: Alle Maßnahmen öffentlicher Einrichtungen müssen einem öffentlichen Zweck dienen; das schließe eben ein reines Gewinnstreben aus.
Dabei gibt es doch gar kein reines Gewinnstreben, meint die Gegenseite. Dem verantwortungsbewussten Unternehmer gehe es um strategische Ziele wie Wachstum, Sicherheit, und Arbeitsplätze, nicht wahr? So steht es jedenfalls im Lehrerhandbuch, das manches für zu kurz gegriffen hält.
Jetzt mal im Ernst.
Und wie sähe nun ein unreines Gewinnstreben aus, oder ein „ein Stück weit“ verunreinigtes, oder ein porentief reines? Auf die Ergebnisse der Ethikkommission über die „sozialverträgliche Relativierung der Zielkonflikte im ökonomischen Handeln“ braucht man nicht gespannt zu sein.
Denn ist es nicht vielmehr so, dass alle die schönen genannten Ziele der menschenfreundlichen Sozia-debilität beim Profitmachen erst gar nicht zum Zuge kommen werden, wenn da nicht scharf auf den zu maximierenden Gewinn aufgepasst wird? Da ist gar mancher im Falle der Unaufmerksamkeit die längste Zeit Kapitalist gewesen.
Aber es geht da plötzlich in den verseuchten Köpfen mal wieder zu wie am Mittagstisch:
„Die ...Suppe... ist... ver...SALZEN.“
„Ich hab doch nur ein ganz klein bisschen Salz drangetan, Schatz.“
„Weniger wäre wirklich mehr gewesen.“
„Aber Schatz, die letzte Enquete der Ernährungskommission...“
„Dein reines Salzstreben geht mir schon länger auf den Blutdruck.“
„Sag ich doch, der ist viel zu niedrig. Da kann ein bisschen Salz nicht schaden.“
...
Usw. im Versuch der Quantifizierung des Bestimmungslosen.
Aber nur bei Geschmacksfragen schadet die willkürliche Maßgabe der Subjektivität wirklich nur der Harmonie.
Bei Fragen der Konkurrenz kann man damit schon mal auf dem Misthaufen der Geschichte landen.
Nach Marx
Kam der Marxismus: das Transformatorhäuschen am Fuße des Wasserfalls.
Aber Licht, immerhin.
Beitrag zur Aggressionskunde
Jede Weigerung, einen ruchbar gewordenen Fehltritt öffentlich zu bereuen, zieht unweigerlich einen oder mehrere Fußtritte nach sich.
Die wegen 1,30 Euro gekündigte Supermarktkassiererin „Emmely“ will beim Bundesarbeitsgericht in Erfurt an diesem Donnerstag ein generelles Umdenken im Arbeitsrecht erreichen.
„Ich hoffe, dass erkannt wird, dass mit zweierlei Maß gerichtet wurde und dass die Richter dies korrigieren und die Rechtsprechung im Allgemeinen überdacht wird“, sagt sie.
Ferner meint sie, dass eine Abmahnung in ihrem Fall ausgereicht hätte und dass beispielsweise ein Manager wegen einer solchen Bagatelle nicht entlassen worden wäre.
Die bisherige Auffassung der Rechtsprechung beharrt aber vorläufig zu recht auf der Unvergleichbarkeit der Fälle:
Die Manager begehen keinesfalls einen Vertrauensbruch.
Die bedienen sich doch großzügig des ihnen großzügig entgegengebrachten Vertrauens.
Hinterhältig
Sein Interesse zu wahren, ist unter den gegebenen Bedingungen zwangsläufig die Schädigung des Kontrahenten. Der Volksmund, der alles weiß, nur nicht den Zusammenhang, rät deswegen dazu, nicht vertrauensselig zu sein.
Wie denn nun? Er verdammt den Hinterhältigen, weil er sich selbst in seinen Zwängen als Konkurrenten sehr genau kennt ebenso wie den Vertrauensseligen, der sich als lieber Mitmensch hat übertölpeln lassen?
Quod licet jovi....
Es liegt durchaus kein zweierlei Maß in der moralischen Beurteilung vor, wenn dem Außenministerium sein hinterlistiger Erfolg beim Wahren unserer Interessen nicht angekreidet wird.
Das ist nämlich die hohe Kunst der Diplomatie, die es ohne die Hintertür und ohne den doppelten Boden der hermeneutischen Revision des eigenhändig zubereiteten Missverständnisses nicht gibt.
Von da her rührt die Beliebtheit des Außenministers: Rechtsuntertan und Repräsentant sind sich herzlich einig im Maßstab des Erfolgs.
Deswegen wäre es auch ganz schlecht, wenn der Reiseonkel mal mit leeren Händen nach Hause käme.
Sich positionieren
Die Instrumentalisierbarkeit der Moralismen fällt auf etwas in der Moral zurück, das danach geradezu schreit.
Oder sollte ich etwa ein öffentlich angemeldetes Interesse verpasst haben, das sich nicht als höheres gemeinsames mit gemessenen Worten oder dem Brustton der Überzeugung einführte?
So sind die Mores, so sie uns lehren:
Man kann als Politiker auch strikt gegen seine Parteiprogrammatik votieren, wenn es der Neupositionierung im Hinblick auf den Machterhalt dient.
Das Schrecklichste, was sich ein Demokrat vorstellen kann, ist ein Machtvakuum. Da ist nämlich nicht einmal er mehr drin.
Du hast´s gut, du hast´ s hinter dir, Adorno.
Vor nichts hatte Adorno so viel Angst wie vor dem Zuschlagen der pausbackigen Vulgarität, die sich auch noch auf ein Recht qua Demokratität dazu berufen kann.
Wenn einem bei den "sozialen, ausgewogenen und gerechten" Verlautbarungen des versteinerten Gesichts unseres verspäteten BDM-Mädels schlecht wird, langt das als Alarmzeichen, dass hier ein legitimer Vergewaltigungsversuch durch den demokratischen Faschismus vorliegt.
Wer mit dem Staat ins Bett geht, sieht sich am besten bei Zeiten nach Argumenten für seine freiwillige Prostitution um.
Ich weiß gar nicht, was die Demokratieidealisten immer gegen den Stimmenkauf haben.
Da nach der Wahl sowieso nichts Einklagbares geschieht, haben in diesem ehrwürdigen antiken Verfahren die Stimmenverkäufer wenigstens vorher und vorübergehend etwas vom Verzicht aufs Selbermachen.
Zumal den Heutigen noch nicht einmal die Zusage von „Brot“ gesichert ist, sondern bloß noch die „Spiele“.
Und außerdem:
- „Man sagt mir, es gingen noch viele zugrunde.“
„Ist schon möglich, da groß solch Öflein!“. (Juvenal, Satire X. 78 ff.)
Also für die von google oben zwischen gelegentlich eingestreuten Werbebanner kann ich nun wirklich nichts.
Das Verfahren der Inserierung scheint einem Stichwortkatalog zu folgen, auf dessen elektronischen Reiz hin zugeschlagen wird wie in jeder beliebigen Konversation, wo ja auch egal ist , wer überhaupt was Satzähnliches, warum, zu wem, und was sagt.
Das ist ungefähr so unterhaltsam wie eine Stehparty, wo man froh ist, die Leute von heute schon morgen nicht mehr sehen zu müssen.
Ein hübsches Beispiel für diesen täglichen Wahnsinn:
Der Blog SOZIALLEISTUNGEN.info berichtet:
„Wie Ernährungswissenschaftler nun festgestellt haben, reicht das Geld, welches vom Gesetzgeber für Kinder von Hartz-IV-Empfängern vorgesehen ist, nicht aus, um eine gesunde Ernährung zu gewährleisten. Das Resultat ist, dass Kinder aus ärmeren Familien besonders häufig von Übergewicht betroffen sind.
So liegt der veranschlagte Tagessatz für Kinder bei gerade mal 2,57 Euro, für Jugendliche ab 14 Jahren bei 3,42 Euro.“
Auf der selben Seite neckermannt es problemlösend: Mode Für Mollige Kinder
Starke Mode für Jungs & Mädels! Kindgerecht & schick - preiswert.
Und die problemlösenden Herzchen vom Deutschen Lehrerverband (DL) möchten den hohen Anteil übergewichtiger Schüler senken, also Neckermann großen Schaden zufügen.
Es fordert DL-Präsident Josef Kraus im Interview mit Deutschlands größter Boulevardzeitung allen Ernstes:
“Wenn Mitteilungen an Eltern übergewichtiger Kinder in den Wind geschlagen werden, muss das Jugendamt informiert und in letzter Instanz Kindergeld oder Hartz IV gekürzt werden.”
http://www.sozialleistungen.info/news/05.06.2010-lehrerverband-eltern-dicker-schueler-soll-hartz-iv-gekuerzt-werden/#more-2029
Einer, der die Überzeugungen seines Herkunftsmilieus als so zwingend verbindlich empfindet, dass er dessen Überzeugungen darzustellen zu seinem Metier macht. In aller Öffentlichkeit.
Die Senatoren kichern und melden vorsorglich Gesundschrumpfung durch Insolvenz an.
Untertan
Den typischen Untertan jedweden Regimes erkennt man daran, dass er jederzeit bereit ist, die abstrakten Segnungen seines Systems gegen etwas einzutauschen, womit man etwas anfangen kann.
Merkwürdig:
Fündig wird er dabei regelmäßig in der vorgefundenen Ordnung.
Das Glück der Obertanen
„Aber das macht man doch nicht!“ Darin sind sich alle sehr schnell einig.
Außer mit dem, der das von Amts wegen macht.
Aber in dem Fall macht das ja nichts.
Trotz
Vor der Erfindung des Ressentiments das Erklärungsmodell für den unbotmäßigen Willen.
Da es eine Kultur des begründeten Einspruchs nicht geben kann (dürfen aber schon!), ist alle Widerrede kindische Widerborstigkeit oder pubertäre Wallung, anmaßende Überschreitung der Kompetenzen, Fahnenflucht des Schusters vor dem Leisten, Verstocktheit eines allzu sensibel Missratenen.....
Denn – wie gesagt – saure Trauben hat es nur in der Fabel zu geben.
Mitleid
Wenn eine Sache aus der Welt ist, wird ihre Bezeichnung obsolet, und nur der Historiker erinnert in seinen Erzählungen von ihrer Existenz.
Was nun das Mitleid betrifft: die einen sehen es bereits abgeschafft, weil von den dafür Zuständigen für alle im Rahmen des Möglichen bestens gesorgt ist; die anderen würden gerne an seiner Beseitigung sich zu schaffen machen, damit hinfort keiner sich mit so was Nutzlosem wie dem Mitleid des Ohnmächtigen abzugeben braucht.
Wieder andere ergießen sich besinnungslos, aber des Wohlgefühles voll, in karitativen Ehrenämtern.
Wenn ihr endlich einmal Mitleid mit euch selbst hättet, wäret ihr im Inbegriff dieses gepriesenen sozialen Wohlwollens. So feind wie ihr euch dann seid, überschüttet ihr euch stolz mit allen Zeichen der Gewogenheit.
Hier die Fakten der geschichtlich nachweisbaren Verrohung:
"
About 40 million people - or one out of every eight Americans - are receiving food stamps in Great Depression II. During the height of Great Depression I, the rate was just one out of thirty-five Americans."
http://www.informationclearinghouse.info/article25646.htm
Utopie
Von keinem Menschen etwas annehmen müssen, das dir ohnehin gehört.
Bundeskanzlerin Angela Merkel will die Sozialausgaben kürzen.
Ziel sei es, die Strukturen effizienter zu machen, sagte sie am Samstag vor der Haushaltsklausur.
Aber wenn unsereins behauptet, dass im permanenten Überarbeiten des sich selbst gefährdenden Kapitalverhältnisses Grund und Zweck demokratischer Politik zu sehen sei, teilen einem die Leser mit, dass man ihnen so langsam dezent auf die Eier gehe.
Sie jedenfalls wüssten genau, dass, sich die Taschen zu füllen, der politischen Klasse näher läge. Wie man an der geplanten Erhöhung der Bezüge für Beamte und andere Staatsdiener (Merkel und ihre Minister) ablesen könne.
Das ist schon richtig beobachtet, daß "die Schweine wechseln, die Tröge bleiben."
Andererseits spricht eigentlich nichts dagegen, auch über die Zuchtanstalt als System/Struktur/Ordnung/Heimat nachzudenken.
Man braucht nicht zu allem eine Meinung zu haben
Zu den Kommentaren, die man dieser Tage über solche Nichtigkeiten wie den schon etwas abgetretenen und deswegen neu auszulegenden Bundespräsidenten aufgetischt bekam, kann man nur sagen:
„Gut, hier ist der Senf, aber wo bleiben die Würstchen?“
Bundespräsident
„Ein bedeutungsloses Amt“, weiß der unterrichtete Untertan, der die Bedeutung jeden Amts an dem Schmerz misst, das es einem zufügen kann.
„Voller Bedeutsamkeit“, weiß ebenderselbe Realist über die irrationale Integrationskraft des Amtes für all jene, die ihre Wunden lecken.
Konfliktscheu, adj.
Jemand, der sich gerne prügelt, spricht gern in diesem Ton der Verachtung von Leuten, die es vorziehen, auf der Grundlage eines exakten Chancenkalküls Leute einzumachen, die sich gerne prügeln.
Von Frugalität wird keinem schlecht
Wer in die Lage gerät, auf vieles verzichten zu müssen,
tut uns allen einen Gefallen,
wenn er dies nicht etwa zähneknirschend zwangsweise,
sondern aus angeborener Bescheidenheit, Genügsamkeit,
und Einsicht in die Tugend der Mäßigung tut.
der Vizeaußenminister Danny Ajalon bezeichnete nach Angaben seines Büros am Dienstag in Jerusalem die sechs Schiffe der „Gaza-Solidaritätsflotte“ als eine „Armada des Hasses und der Gewalt“.
Solche moralische Maßgeblichkeit wird dem Philosemitismus eine weltweite gewaltige Aufwallung verleihen, spricht aus dem Mann doch ein wirklicher Patriot, den die Nationalisten quer über den Globus an ihre authentisch bebende Freundesbrust drücken werden.
Enduring Freedom
Die Übersetzung dieses Kriegsmottos mit „anhaltende Freiheit“ ist falsch.
Wie das Pentagon heute schon wieder nicht mitteilte, ist „Freiheit erleidend“ die korrekte Wiedergabe.
Warum Wissen nichts nützt, die Methodologie des Wissens aber schon
Der eine oder andere wird wohl durchaus für nachvollziehbar halten, dass Interpretation nicht Wissen ist.
Das Wohlwollen hört sich aber schlagartig auf, wenn einer beansprucht zu wissen, wozu WIR in Afghanistan sind.
Der liegt dann plötzlich mit seiner "Interpretation" ja so was von voll daneben. Er soll sich gefälligst an die Verlautbarungen des Parlaments halten, das die grundgesetzgemäßigten Sprachregelungen zur Diskussion freigegeben hat. Dies seien die Fakten, an denen sich die jetzt einsetzenden unterschiedlichsten Narrativa abzuarbeiten hätten.
Wissen zum Zwecke seiner Abschaffung in Stellung zu bringen, nennt man Herrschaftswissen.
„Ich misstraue dem Ideal und ziehe die zynischen Peiniger diesen in die blaue Blume verliebten Ungeheuer vor, diesen Kleinbürgern, die in Worten zaghaft und fähig zu grausamen Untaten sind, diese mit einer schönen Seele versehenen Horde engherziger Dämonen, die es peinlich genau mit Nebensachen nimmt. Was wollen Sie? Ich hasse die Gemeinplätze, und unser Jahrhundert lehrt uns, dass sich die Schlimmsten seiner bedienen, dort verkriecht sich die Schurkenbande, die die Mücken durchsiebt, um alles, ganz gleich was, zu verschlingen, wenn der Moment gekommen ist.“ (Albert Caraco: Brevier des Chaos)
Wem das wie starker Tobak vorkommt, der verfolge mit einer gewissen Ausdauer in den kommenden Tagen die Wortarbeit der polit-journalistischen Verarbeitung jener Verteidigungsanstrengungen der Maus Israel gegen die Elefanten, die in ihren Porzellanladen wollen.
1. Was auch immer in der Rede des Gesprächspartners vor diesem emphatischen Ausbruch Thema gewesen sein mag, es ist verschwunden auf Nimmerwiedersehen im Nichtmehr-Erkennbaren des DAS. Das Thema ist durch, aus, vorbei, nein danke.
2. Die stilistische Feinheit der Futurform verbirgt, dass der Geschockte eigentlich sagt, er werde alles in seiner Macht Liegende daran setzen, dass seine Prophezeiung auch Realität wird.
3. Sich? Die Reflexivform spricht deutlich aus, dass dabei selbstverständlich kein anonymes Subjekt zugange sein wird. Der de facto Anhänger aller Durchsetzerei mimt in der Form des Beamten – Deutsch jene Machthabe, die ja auch nur die unbezweifelbare Norm nennt: „Aus gegebenem Anlass, ist darauf hinzuweisen...wird stattfinden...da sich gezeigt hat...wird es keinen Schreibtischtäter geben, sondern nur... , die es sich selbst zuzuschreiben haben.“
4. Das Volk meint ganz richtig „Sag niemals nie!“, weil es aus Erfahrung weiß, dass es dann doch immer mitgemacht hat, wenn NIE WIEDER KRIEG die Scheißhausparole war.
5. Durchsetzen tun immer irgendwelche mit ihm nicht Identische.
Da hat der Sprecher verdammt recht.
Und er hat auch gar nichts dagegen.
6. Zusammenfassung: Die emphatische Ablehnung im Titel trägt sich als freiwillige Bündnisverpflichtung mit den Machthabern vor, weist sich aber in ihrer Kampfansage als eine nun wirklich besserwisserische überpersönliche Norm aus.
Die Änderung der materiellen Grundlagen der Reproduktion hat einen gewaltigen Haken
Zeige mir einen glaubwürdigen Revolutionär, und ich zeige dir eine Projektion deiner Wünsche.
Solidarität
Mit den anderen in der selben Darbensgemeinschaft zu leben, werden immer nur die attraktiv finden, denen von anderen zu leben verwehrt blieb.
- Gemeinnutz geht vor Eigennutz, aber geändert wird erst mal nichts! Elegant Hinbiegen ist die Devise.
- Es gibt keine Profitgarantie! Aber Revolution, nein danke, bitteschön!
- Liquiditätskontinuität ja, schließlich hat Lenin seinerzeit schon die Banker zu Beratertätigkeiten eingeladen.
- Mehr Staat zur Garantie von weniger Gewalt!
Ich weiß nicht, was sich manche Leute unter Revolution vorstellen.
Ohne romantische Flausen ist damit die Aufhebung des Kapitalverhältnisses gemeint, das alle seufzend in all seinen unerfreulichen Folgen täglich beklagen, aber auf die einfache Idee der Piloten und Fluglotsen verfällt geheimnisvollerweise keiner.
Dabei wüssten die mit dem Rechenstift bei der Gewerkschaft sehr genau, ab wieviel Prozent Lohnforderung der Profit einfach weg ist. Wenn es denn darum ginge, den Primat der Politik wieder herzustellen.
Aber Politik ist ja das, was die eleganten Hinbieger machen sollen.