Literatur

Freitag, 14. Januar 2011

Auch ein Ziel!

nämlich das Publikum wirkungsästhetisch zu rühren, sogar (!) zu mitleidigen Tränen!

Der Literaturtheoretiker Lessing empfiehlt für die dramatische Technik der Seelenmassage einen Bettler. Jemand geht zu ihm und fragt nach seinem Unglück, und er antwortet: „Ich habe vor drei Jahren meine Arbeit verloren, meine Frau ist krank, meine Kinder sind zu klein, um für sich selbst zu sorgen, und ich bin erst gestern von einer schweren Krankheit genesen.“
Man fragt den Bettler: „Wer sind Sie?“
Er: „Ich habe für einen Minister gearbeitet, und ich könnte meine Arbeit sofort wiederbekommen, wenn ich bereit wäre, das Geschöpf dieses bösen Ministers zu werden.“
Lessing meint nun, das sei eine traurige Geschichte, aber sie würde niemanden zu Tränen rühren, welch letzteres überhaupt erst eine echte moralische Verbesserung darstelle.

Richtig, Elendsmalerei interessiert nur ungeschickte Agitatoren.

Aber wenn der Bettler sagte: „Ich habe meine Arbeit verloren, weil ich ehrlich war und mich bei diesem Minister unbeliebt gemacht habe, deshalb leide ich jetzt Hunger, und meine kranke Frau und meine Kinder haben Hunger und gehen lieber betteln, als anzuschauen, wie ich böse werde, weil sie nicht ertragen könnten, dass ich böse werde.“
Das würde einen echten Stich machen.
Denn in diesem Fall mag die mitfühlende Person sogar (!) zu Tränen gerührt werden, weil man hier eine Geschichte hört, in der die moralische Fähigkeit und Fertigkeit eines Identifikationswürdigen und sein zu Unrecht erlittenes Unglück in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen.

Raffiniert!

Der mitleidigste Mensch ist also der beste Mensch.
Schon recht.
Wegen dieser ästhetischen Erziehung des Menschengeschlechts zum Gerechtigkeitswahn bleibt es genau so wie es ist.

Nur ganz böse Zungen denken vor, dass das darin aufscheinende gesellschaftliche Verhältnis einer erwünschten Wirkung der Innerlichkeitskultur zuliebe manipuliert wurde.

Und sie kehren sich angeekelt davon ab, um den degoutanten Grund zu thematisieren.

Samstag, 8. Januar 2011

Wegen anhaltender Aktualität:

Vogel Mit Zwei Rechten Flügeln
von Lawrence Ferlinghetti

Und jetzt fliegt unsere Regierung
ein Vogel mit zwei rechten Flügeln°
weiter von Zone zu Zone
während wir weitermachen mit Spaß & Spiel
an jedem Wahltag
als ob es wirklich was ausmachte
wer der Pilot von Air Force One ist
(Sie sind auswechselbar, du Heini!)
Während dieser Vogel mit zwei rechten Flügeln
weiterfliegt mit seiner Mannschaft aus Aktiengesellschaften
Und dieses Jahr sitzt der Große Film-Cowboy im Cockpit
Und nächstes Jahr ist es der große Bush Pilot
Und jetzt ist es das halbwüchsige Chamäleon
und das wechselt immerzu das Firmenlogo
auf seiner Kapitänsmütze
und jetzt ist es ein Esel und jetzt ein Elefant
und jetzt so eine Art Eselphant
Und jetzt erkennen wir zwei der Mannschaft
die einen Vertrag über Amerika vorlegen
und der eine ist so ein Kerl
der ist damit beschäftigt an entscheidenden Teilen der Maschine und ihren lebenserhaltenden Systemen herumzuschrauben
und jetzt haben sie einen großen fetten Schlauch, mit dem sie den Kraftstoff zu privatisierten Behältern absaugen.
Und derweilen sitzen wir einfach so da in unseren Passagiersitzen
ohne Fallschirme
und lauschen all jenen Nachrichten
die über das Einweg - Nachrichtensystem zu senden
für geeignet befunden wurden
darüber wie der Vertrag über Amerika
also wirklich gut ist für uns et cetera
Während unterdessen das Flugzeug gemächlich voranzieht
in sein postmodernes
manifest destiny/ offenkundiges Schicksal*

° Anspielung auf Gore Vidals Bonmot, Amerika habe ein Einparteiensystem mit zwei rechten Flügeln.

* Nicht übersetzbares Wortspiel über die sich selbst erfüllende Prophezeiung, dass ein Staat, dessen Staatsdoktrin daran glaubt, sein „manifest destiny“ bestehe darin, auserwählt zu sein, und welcher rabiaten Nationalismus mit Rassismus und Imperialismus verbindet, es schwer hat, keine offenkundige Bestimmung zu erleiden.

Montag, 3. Januar 2011

Die Politik des letzten Sommers

/Politics Last Summer
by Richard Shelton

Die Päderasten waren am Päderastern/ The pederasts were pederasting,
Die Sykophanten waren am Sykophantastern/ The sycophants were sycophanting
Und Washington war am Sich-Waschen im Schleim der Politik/ and Washington was awash in the slime of politics

Als plötzlich die drei weisen Affen/when suddenly the three wise monkeys
Eine Ausschusssitzung sprengten/ burst into the committee room
Auf Trommeln wummerten und verlangten/ beating on drums and demanding
Der Darwinismus oder sonst eine Theorie habe sich als Lehrstoff aufzuhören/ an end to the teaching of Darwinism or any theory
Welche die Affen in einen auch noch so lockeren Zusammenhang/ that related them, even distantly,
Mit einer so verkommenen Kreatur wie dem Menschen brächte./ to such a debauched creature as man.

Derweilen versuchten die Obdachlosen /Meanwhile, the homeless were trying
Eine Union zu gründen mit dem Programm/ to form a union so each of them
Eines Topfs und eines Fensters für jeden./ could have a pot and a window.
Man stelle sich diese Chuzpe vor! Ein Topf und ein Fenster!/. Can you imagine the gall? A pot and a window!

From The Last Person to Hear Your Voice by Richard Shelton, © 2007. Reprinted by permission of the University of Pittsburgh Press.

Frustration
(Dorothy Parker)

If I had a shiny gun,
I could have a world of fun
Speeding bullets through the brains
Of the folk who give me pains;

Or had I some poison gas,
I could make the moments pass
Bumping off a number of
People whom I do not love.

But I have no lethal weapon –
Thus does Fate our pleasure step on!
And they are alive and well,
Who should be, by rights, In Hell.


Leute, Leute, das ist keine korrekte politische Stellungnahme zu nichts. Weiß ich doch. Eher das absolute Gegenteil.
Aber es gibt auch so etwas wie Spass an der literarischen Form.
Deshalb wird dieses aufsässige Zähneknirschen auch nicht übersetzt.
It´s easy reading. Try it.

Samstag, 11. Dezember 2010

Ein Hund widerspricht

Im Traum ging ich, in Lumpen gehüllt wie ein Bettler, durch eine kleine Gasse.
Hinter mir begann ein kleiner Hund zu kläffen.
Ich wandte mich verächtlich um. Hör auf mit deinem Gekläff“, fuhr ich ihn an, du speichelleckender Köter!“
„Oho!“ Er kicherte. „Auf diesem Gebiet bin ich dem Menschen weit unterlegen.“
„Was?“ schrie ich, die Fassung verlierend. Das war, schien mir, der Gipfel der Beleidigung.
„Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich noch immer nicht Kupfer und Silber auseinanderhalten kann, Seide und Leinen, einen Beamten und einen gewöhnlichen Menschen, einen Herrn und seine Sklaven, einen...“
Ich flüchtete [...]
(Lu Hsün)

Dienstag, 23. November 2010

Arthur Hugh Clough (1819-1861)

The Latest Decalogue
Thou shalt have one God only; who
Would tax himself to worship two?
God's image nowhere shalt thou see,
Save haply in the currency:
Swear not at all; since for thy curse
Thine enemy is not the worse:
At church on Sunday to attend
Will help to keep the world thy friend:
Honor thy parents; that is, all
From whom promotion may befall:
Thou shalt not kill; but needst not strive
Officiously to keep alive:
Adultery it is not fit
Or safe, for women, to commit:
Thou shalt not steal; an empty feat,
When 'tis so lucrative to cheat:
False witness not to bear be strict;
And cautious, ere you contradict.
Thou shalt not covet; but tradition
Sanctions the keenest competition.


Originalfassung:

Thou shalt have one God only; who
Would be at the expense of two?
No graven images may be
Worshipp'd, except the currency:
Swear not at all; for, for thy curse
Thine enemy is none the worse:
At church on Sunday to attend
Will serve to keep the world thy friend:
Honour thy parents; that is, all
From whom advancement may befall:
Thou shalt not kill; but need'st not strive
Officiously to keep alive:
Do not adultery commit;
Advantage rarely comes of it:
Thou shalt not steal; an empty feat,
When it's so lucrative to cheat:
Bear not false witness; let the lie
Have time on its own wings to fly:
Thou shalt not covet; but tradition
Approves all forms of competition.


Der Moderne Dekalog
Sei nur dem einen Gotte treu:
Wer will schon Zehent zahl'n für zwei?
Und keine Götzen baue dir
(das Geld ist ausgenommen hier)!
Fluch niemals einem andern Mann:
Er wär' davon nicht schlechter dran!
Zur Kirche geh am Feiertag,
daß dich die Mitwelt leiden mag;
und ehr' die Eltern, das heißt die,
von denen Vorteil dir erblüh'!
Du sollt nicht töten, doch wer strebt
schon, daß ein And'rer überlebt?
Begehe keinen Ehebruch,
denn selten schlägt sich der zu Buch!
Stiehl' nicht, das ist ein leerer Wahn:
beim Schwindeln bist du besser dran!
Kein falsches Zeugnis gib', bereit
der Lüg' zu lassen ihre Zeit!
Begehre nicht, doch Freilizenz
hast du zu aller Konkurrenz!
(Übersetzung by Walter A. Aue)

Sonntag, 21. November 2010

Vorsicht Literatur!

Marnix Gijsen: Lydias Monolog

«Die Leute sagen, dass ich trinke. Nein, sie sagen, dass ich ein reiches altes Weib bin, das trinkt. Wenn sie das dann gesagt haben, fühlen sie sich prima, denn sie sind keine alten Weiber und sie trinken nicht, denn man darf kein altes Weib sein und man darf nicht trinken.
Das haben die so ausgemacht, und so muss es sein, aber so ganz stimmt das auch nicht. Das einzige, was man sehr wohl sein darf, ist reich sein. Da gibt’ s überhaupt kein Vertun. Mein Vater hat es nie geheimgehalten, dass er finanzstark war, und mein Ex-Gatte hat mich auch nicht gerade mittellos zurückgelassen. Vor so was haben die Respekt. Ich brauche die bloß mal auf einen Sonntagnachmittag an den Swimming-pool einzuladen, dann eilt das nur so herbei zu dem alten Weib, das trinkt. Mit vollen Wagen kommen die an, und da purzeln wahre Ketten von Kindern heraus, die Verwüstungen in Haus und Garten anrichten.

Kann ruhig jeder merken, dass ich Geld habe, und dass ich es nicht leichtsinnig ausgebe, außer für den Stoff, aber das fällt nicht ins Gewicht.
Ein anderes reiches Weib hier in der Nachbarschaft, meine sozusagen Freundin Martha, die trinkt sozusagen nicht. Die hat eine Schwäche für ganz junge Männer mit viel Haar, die `Kompositionen` anfertigen. Die Feder muss erst noch geschnitten werden, die das beschreiben könnte: Alteisen, Konservendosen, altertümliche Telefone, ganz zu schweigen von zerquetschten Schreibmaschinen, usw. Sie gibt für so was schweres Geld aus, und ihr Garten steht voll damit. Man betrachtet sie als einen weiblichen Mäzen. Was sie mit den ungewaschenen Pudeln privat anstellt, geht mich nichts an, aber ich weiß, dass sie ebenfalls trinkt. Sie macht das heimlich, wenn sie allein ist. Sie hat nicht den Mut, sich dazu zu bekennen, wie ich. Wenn sie mich fragen, Martha ist eine heuchlerische Hündin, und das zumindest bin ich nicht.

Da wir gerade beim Geld sind, das ist das einzige, wofür man mich respektiert. Das liegt fest, in dem Punkt habe ich nichts zu befürchten. Da hat Pappi Vorsorge getroffen, und selbst das Aas von meinem Ex-Mann kann da nichts dran tippen. Der Aderlass, den ich ihm bei unserer Scheidung verordnet habe, hat ihn Mores gelehrt. Ich bin vermutlich die einzige in der ganzen Umgebung, die nie nach den Börsenberichten in der Zeitung schaut. Wenn eine Frau das tut, dann beißt sie sich auf die Oberlippe und auf ihrer Stirn zeigen sich Runzeln, sogar bei den jüngsten; ein schauderhafter Anblick. Ich bin schon immer der Ansicht gewesen, dass der Mann das Geld verdienen sollte, und dass es die Frau ist, die es – mit Verstand natürlich – ausgibt, so dass der Mann mitkriegt, dass er gute Ware für sein Geld bekommt. Geld werde ich immer haben, es sei denn es geschieht etwas Ungeheuerliches, ein Erdbeben, eine Sündflut oder die Russen kommen, kurz, das, was man einen „act of God“ nennt.
Haben Sie eigentlich schon bemerkt, dass die Taten des Herrn immer wenig Gemütliches haben, sobald man sie nicht mehr als Naturphänomene bespricht? Ach, die Leute sind ja noch so einfältig, dass sie wie die reinsten Buschneger jedes Phänomen einer Gottheit zuschreiben. Was mich anbelangt – und ich weiß, dass das mein Ansehen nicht gerade hebt - , so habe ich mich schon vor vielen Jahren von dem ganzen Rummel um Glauben und Unglauben emanzipiert. Aber in meiner Jugend war man darauf aus, mich mit Erzählungen von christlichen Märtyrern zu erschüttern. Da schon. Ich respektiere einen, der durch dick und dünn bei seiner Idee bleibt, und sei sie noch so verkehrt, aber die Buddhisten, die sich selbst in Brand stecken – wie ging doch noch gleich der makabre Scherz wieder: Normal oder Super? - , das sind doch noch schrillere Typen. Sie können es ruhig zugeben, dass ich das Recht darauf habe zu sagen, dass ich da keinen Sinn drin sehen kann, und dass ich höflich bleibe und über Religion nichts hören will. Kommt der Pastor vorbei, dann kriegt er was; kommt der Pfarrer, kriegt der das selbe. Aber bloß keine Predigten! Bei mir ist das vergebliche Liebesmüh. Dem Rabbiner, der hier nie klingeln kommt, schicke ich freiwillig was, denn ich bin auf der Seite der Unterdrückten.

Heute bin ich erst bei meinem sechsten Glas... mein volles Maß ist zwanzig. Nach dem fünften werde ich – wie Sie ja wohl merken – beredt, offenherzig, tiefsinnig. Aber am späteren Abend bin ich nicht mehr so logisch, das weiß ich wohl. Dann komme ich vom Hölzchen aufs Stöckchen, d. h. ich lasse die Überleitungen weg und schon denkt man, ich rede irre. Da werde ich aber ungnädig und sage herbe Sachen, vor allem dem Jungvolk.

Also: ein ´altes Weib´ bin ich. Das ist ein Schimpfwort, das ich mir ab und zu anhören muss, und als einzige Verteidigung kann ich den Jüngeren nur entgegenhalten: Ihr seid ja noch nicht trocken hinter den Ohren, ihr Piepküken."

Freitag, 15. Oktober 2010

Einen guten Hasser

des Gemeinplatzes muss man einfach lieben, oder: Vorm Anruf des Absoluten platzt der Bourgeois vor Gemeinheit: Léon Bloy (1846 – 1917)

Vorsicht, Literatur!

MAN KANN NICHT ALLES HABEN
Richtig; zumal man ja schon das Gesetz auf seiner Seite hat....Darüber hinaus auch noch den Rest fordern hieße das Weltall verschlingen wollen. So ist der Bürger nicht. Verächter des Unendlichen und des Absoluten, weiß er sich zu beschränken. Wer wüsste es besser als er? Von Kind auf sorgt und arbeitet er einzig für die Errichtung von Schranken allenthalben.
Und man beachte die Mäßigung diese Gemeinplatzes. Es heißt nicht: man soll nicht, sondern: man kann nicht. Der Bürger sollte natürlich alles haben, da ihm ja alles gehört, doch kann er nicht alles packen und festhalten, seine Arme sind zu kurz.....

Nicht alles haben! Welches Verhängnis! Ich frage mich nur, wie dies Wort, diese gleichsam übernatürliche Beschwerde, die von Millionen Mäulern ohne Unterlass zu den Gestirnen empordringt, nicht die Gewölbe des Himmels zum Bersten bringt!“

ES KÖNNEN NICHT ALLE REICH SEIN
Scheint zunächst weniger absolut als der vorige, hat aber den Vorzug größerer Präzision. Im Grunde sind beide vollkommen identisch. Es lag daher nahe, sie nebeneinander zu stellen, sie zusammenzubringen, um zu zeigen, dass sie beide die gleichen Gefühle, die gleichen Gedanken wecken.
Denn hier muss es endlich gesagt werden, die Sprache der Gemeinplätze, die erstaunlichste aller Sprachen, hat, wie die der Propheten, die wunderbare Eigenschaft, immer dasselbe zu sagen. Da der Bürger, dessen Privileg sie ist, nur über einen ungemein bescheidenen Ideenvorrat verfügt, wie es sich schickt für einen Weisen, der mit einem Mindestmaß geistiger Tätigkeit auslangt, begegnet er diesen Ideen notwendig auf Schritt und Tritt. Wer dies nicht zu schätzen versteht, tut mir leid. Sagt etwa eine
Bürgersfrau: „Ich lebe nicht in den Wolken“, so darf man überzeugt sein, dass sie damit alles sagen will, alles sagt und gesagt hat, endgültig und für immer..

Was ich an diesem Ankläger liebe, ist eine leicht zu machende Beobachtung: heute weiß ich schon nicht mehr, was gestern im Fernsehen war. Léon Bloys Bellen hingegen haftet.
Unheimlich ist, dass in all dem Geschwätz und Schund, in dem man vor dem Fernseher versumpft, versandet und langsam auf den Wohnzimmerteppich ausrieselt, man einer beständigen Apologie von Staatsanwälten und Teufelsarschküssern beizuwohnen glaubt. Der Teufel hörte übrigens während all der langen Weile vor dem Fernseher all dem zu „in einem furchtbaren Schweigen.“
An diesen Teufel glaube ich sogar, dem haben wir alle schon die Hand gedrückt.

Meine Sympathien gelten dem Ankläger, der immer im Recht ist, das er nie bekommt. Der Mann ist buchstäblich mitten in Paris verhungert.

Dem Abstrakten des Absoluten abhold, schätze ich in ihm den hellsichtigen Verfolger todbringender Abstrakta. Das ist bis auf den heutigen Tag kein Popanz, was als MAN das Tun durchgeistert. Es heißt nur anders.

MAN...
Was ist dieses Man für den Bürger tatsächlich? Ist dieses von ihm beständig angerufene Abstraktum vielleicht der unbekannte Gott? Man kennt diesen Menschen nicht, Man liebt ihn nicht, Man hat ihn niemals gesehen, Man hat ihn oft genug gesehen. Gibt es treffendere, wirksamere Verdammungsurteile? Dieses Man verdichtet und belebt. Man kennt Sie gut, Man weiß ja, wer Sie sind, Man räumt Ihnen Kredit ein.
Jedesmal, wenn der Bürger spricht, klingt dieses geheimnisvolle Man, als würde ein Geldsack schwer auf den Boden gestellt in einem Nachbarzimmer, wo jemand umgebracht wurde.

Aus seiner „Exegese der Gemeinplätze“

Tja, und das wars auch schon wieder.
Die nächste Woche bin ich treuloser Verfechter meiner Sache in Südtirol.
Ich kann nämlich meine geduldige Renate nicht nur immer bloß mit Worten per e-mail streicheln. Auch in unserem Alter tut Praxis not.

Ich melde mich bestimmt noch mal vor Sri Lanka.

Sonntag, 15. August 2010

Vorsicht, Literatur!

Die Fehler/Sünden/Laster der modernen Welt

Die modernen Delinquenten
Sind befugt, täglich an Parkanlagen und Gärten teilzunehmen.
Gerüstet mit gewichtigen Ferngläsern und Taschenuhren
Plündern sie die vom Tode bevorzugten Kioske
Und installieren ihre Laboratorien zwischen den blühenden Rosensträuchern.
Von dort aus kontrollieren sie Fotografen und Bettler, die in der Gegend herumschlendern
Und versuchen, der allgemeinen Misere einen kleinen Tempel zu errichten
Und wenn sich die günstige Gelegenheit ergibt,verschaffen sie sich den Besitz eines melancholischen Schuhputzers.
Die verängstigte Polizei flieht diese Monstren
In Richtung des Stadtzentrums
Wo die großen Brände des Jahresendes explodierend ausbrechen
Und ein kühner Kapuzenträger legt zwei Müttern der Barmherzigkeit die Hände auf.

Die Sünden der modernen Welt:
Das Automobil und der Tonfilm,
Die Diskriminierung der Rassen,
Die Auslöschung der roten Häute,
Die Tricks der Großbanken,
Die Katastrophe der Alten,
Der heimliche Mädchenhandel verübt von internationalen Sodomitern,
Die Selbstanpreisung und die Völlerei,
Die pomphaften Leichenbegängnisse,
Die persönlichen Freunde Seiner Excellenz,
Die Überhöhung der Folklore zu einer Kategorie des Geistes,
Der Missbrauch von Rauschgiften und der Philosophie,
Die Verweichlichung des von der Glücksgöttin Favorisierten,
Die Auto-Erotik und die sexuelle Grausamkeit.
Die überspannte Schwärmerei für das Traumhafte und das Unterbewusste auf Kosten des gesunden Menschenverstands.
Das übertriebene Vertrauen auf Seren und Impfungen,
Die Vergöttlichung des Phallus
Die internationale Politik der geöffneten Schenkel, gesponsert von der reaktionären Presse,
Der maßlose Eifer für Macht und Profit,
Der Wettlauf des Goldes,
Der verhängnisvolle Tanz der Dollars,
Die Spekulation und die Fehlgeburt,
Die Vernichtung der Götzen,
Die exzessive Entwicklung der Diätetik und der pädagogischen Psychologie,
Das Laster des Tanzes, des Zigarillos, des Glücksspiels
Die Blutflecken, die sich gewöhnlich in den Betttüchern der frisch Vermählten finden,
Die Verrücktheit des Meeres,
Die Platzangst und die Klaustrophobie,
Die Spaltung des Atoms,
Der blutige Humor der Relativitätstheorie,
Das Delirium, in den Mutterleib zurückzukehren,
Der Kult des Exotischen,
Die Unfälle des Flugverkehrs,
Die Einäscherungen, das Abführen in Massen, die Zurückhaltung der Reisepässe,
All dies nur so halt,
Weil es Schwindel erzeugt,
Die Interpretation der Träume
Und die Verbreitung der Radiomanie.
[...]
Und die Poesie wohnt in den Sachen selbst oder ist ganz einfach eine Spiegelerscheinung des Geistes
[...]
Wegen all dem
Halte ich mir eine Laus in meiner Krawatte
Und muß über die Schwachsinnigen lächeln, die von den Bäumen herunterklettern.


(Aus: Nicanor Parra "Poemas & Antipoemas)

Mittwoch, 30. Juni 2010

Vorsicht, Literatur!

Jonathan Swift:
Textauszug aus: Bescheidener Vorschlag, wie man verhüten kann, dass die Kinder armer Leute in Irland ihren Eltern oder dem Lande zur Last fallen, und wie sie der Allgemeinheit nutzbar gemacht werden können (1729)


Es ist ein trauriger Anblick für diejenigen, die durch unsere große Stadt gehen oder über Land reisen, wenn sie sehen, wie die Strassen, die Wege und die Eingänge zu den Hütten von Bettlerinnen wimmeln, die, umgeben von drei, vier oder sechs völlig zerlumpten Kindern, jeden Passanten um ein Almosen angehen. Statt ehrlich ihr Brot verdienen zu können, sind diese Mütter gezwungen, sich den ganzen Tag herumzutreiben, um den Lebensunterhalt für ihre hilflosen Kinder zu erbetteln. Die Kinder werden, wie sie heranwachsen, entweder aus Mangel an Arbeit zu Dieben, oder sie verlassen ihr liebes Heimatland, um in Spanien für den Kronprätendenten zu kämpfen oder sich [auf die Zuckerrohrplantagen] nach Barbados zu verkaufen.

(...)Ich werde deshalb jetzt bescheiden meine eigenen Gedanken darlegen, gegen die es, wie ich hoffe, keinerlei Einwände geben wird.
Von einem sehr sachverständigen Amerikaner meiner Bekanntschaft in London ist mir versichert worden, dass ein junges, gesundes, gutgenährtes Kind im Alter von einem Jahr eine äußerst wohlschmeckende, nahrhafte und bekömmliche Speise sei, gleichviel, ob geschmort, gebraten, gebacken oder gekocht, und ich zweifle nicht, dass es in gleicher Weise zu Frikassee oder Ragout taugt.
Deshalb stelle ich es in aller Bescheidenheit der Öffentlichkeit anheim zu erwägen, dass von den bereits aufgerechneten einhundertundzwanzigtausend Kindern zwanzigtausend für die Zucht zurückbehalten werden sollten; davon braucht nur ein Viertel männlichen Geschlechts zu sein, was mehr ist, als wir bei Schafen, schwarzen Rindern oder Schweinen dafür vorsehen.

Mein Grund ist der, dass diese Kinder selten Früchte einer Ehe sind, eine Formalität, die von unseren Wilden nicht weiter beachtet wird, und daher reicht ein Männchen auf vier Weibchen aus. Die übrigen hunderttausend können, wenn sie ein Jahr alt sind, vornehmen und reichen Leuten im ganzen Königreich zum Kauf angeboten werden, wobei man die Mutter stets dazu anhalten sollte, sie im letzten Monat reichlich zu stillen, um sie fleischig und fett für eine gute Tafel zu machen.
Ein Kind reicht für zwei Gerichte zur Bewirtung lieber Gäste, und wenn die Familie allein speist, so ergibt ein Vorder- oder Hinterviertel ein annehmbares Gericht; mit etwas Pfeffer oder Salz gewürzt, wird es gekocht noch am vierten Tag sehr gut schmecken, besonders im Winter.
Ich habe ausgerechnet, dass ein neugeborenes Kind im durchschnitt zwölf Pfund wiegt und im Laufe eines Sonnenjahres bei leidlicher Fütterung bis auf achtundzwanzig Pfund zunimmt.Ich gebe zu, dass diese Speise etwas teuer wird, und eben deshalb ist sie für Grundbesitzer besonders geeignet; denn da sie bereits die meisten Eltern verschlungen haben, steht ihnen gewiss auch das erste Anrecht auf die Kinder zu....

Ich hatte bereits die Kosten für die Aufzucht eines Bettlerkindes (zu welcher Kategorie ich alle Häusler, Arbeiter und vier Fünftel der Pächter rechne) einschließlich seiner Lumpen auf etwa zwei Schilling im Jahr berechnet; und ich glaube, kein feiner Mann würde sich sträuben, für ein gutes, fettes Kind zehn Schilling pro Stück zu zahlen, das, wie ich bereits gesagt habe, vier Mahlzeiten von ausgezeichnetem, nahrhaftem Fleisch ergibt, wenn er nur mit einem besonders guten Freund oder der eigenen Familie zu Tisch sitzt. So wird der Landjunker lernen, ein guter Grundherr zu sein. und sich bei seinen Pächtern beliebt machen; die Mutter wird acht Schilling Reinverdienst haben und arbeitsfähig- bleiben, bis sie das nächste Kind hervorbringt.

Wer sparsamer ist (wie es, das muss ich zugeben, die Zeit erfordert), kann die Haut abziehen; kunstvoll gegerbt, wird sie vortreffliche Handschuhe für die Damen und Sommerstiefel für feine Herren liefern.

Was unsere Stadt Dublin angeht, so könnten zu diesem Zweck in den am bequemsten gelegenen Stadtteilen Schlachthäuser eingerichtet werden; an Metzgern dürfte es aller Voraussicht nach nicht fehlen, obwohl ich eher anrate, die Kinder lebend zu kaufen und sie noch warm nach dem Schlachten zuzubereiten, wie wir es mit Spanferkeln machen.

Eine hochangesehene Persönlichkeit, ein wahrer Freund seines Landes, dessen Tugenden ich überaus schätze, hatte kürzlich die Liebenswürdigkeit, bei einem Gespräch über diese Angelegenheit noch eine Verbesserung zu meinem Plan vorzuschlagen. Er sagte, dass viele vornehme Herren unseres Königreichs in letzter Zeit ihren Rotwildbestand ausgerottet hätten; deshalb glaube er, dass der Mangel an Wildbret gut durch die Leiber jünger Burschen und Mädchen nicht über vierzehn und nicht unter zwölf Jahren ausgeglichen werden könnte, zumal eine so große Zahl beiderlei Geschlechts in jedem Bezirk nahe daran sei, aus Mangel an Arbeit und Stellungen zu verhungern; und diese könnten von ihren Eltern - falls sie noch leben - oder sonst von ihren nächsten Verwandten veräußert werden.
Indes bei aller gebührenden Hochachtung gegenüber einem so ausgezeichneten Freund und so verdienten Patrioten kann ich seinen Gedanken nicht ganz beipflichten; denn was die Männchen angeht, so hat mir mein amerikanischer Bekannter aus häufiger Erfahrung versichert, dass ihr Fleisch wie das unserer Schuljungen infolge vieler körperlicher Bewegung im allgemeinen zäh und mager und ihr Geschmack unangenehm sei, und sie zu mästen, würde die Kosten nicht lohnen. Was ferner die Weibchen angeht, so wäre es, wie ich mir ergebenst zu bemerken gestatte, ein Verlust für die Öffentlichkeit, weil sie bald selbst Nachkommenschaft hervorbringen würden. Außerdem ist es nicht unwahrscheinlich, dass einige bedenkliche Leute geneigt sein könnten, ein solches Verfahren (wenn auch sehr zu unrecht) zu kritisieren, weil es ein wenig an Grausamkeit grenze, was für mich, wie ich gestehe, stets der stärkste Einwand gegen jeglichen Plan gewesen ist, so gut er auch gemeint sein mochte.(...)

Vorhersagbarkeit
Gibt man die Suchbegriffe „Sozialpsychologie Wut Hass“ ein, erschnüffelt der google-Hund ungefähr 13.700 Einträge.

Man braucht nicht einen davon aufzurufen, um zutreffend prognostizieren zu können, dass darin Hass und Wut den Geistesschwachen zugeordnet werden, und die wahre Geistesgröße dem Leiden einen Sinn ablauschen wird.

Man verstehe dieses Memorabile als einen Beitrag zur Seuchenkunde.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Vorsicht, Literatur!

Ein armer Mönch von Skara
Es geht mit mir abwärts, mein Werk ist klein,
Ich armes entlaufendes Schreiberlein,
Ein Bettelmönch, entrechtet,
Vom Kapitel in Skara geächtet.
Ich bin nun ein alter gebrochener Mann,
Zum Teufel geschickt durch den Kirchenbann
Für Totschlag, Aufruhr und Ketzerei
Und vom König erklärt für vogelfrei.

Seitdem ich Lasse, den Domherrn, macht´ kalt,
Da jagte man mich wie den Wolf im Wald,
Doch alles, was die Häscher gefunden,
War die Kutte des Mönchs, der verschwunden.
Ein halsstarriger Mönch, zu Bösem nur klug,
Holt ich insgeheim mir manchen Krug
Aus meines Herrn Abtes Tonne
Und sündigte gern mit ´ner Nonne.
Mit eisernem Arm und stählernem Bein ,
Schlug ich Tagediebe im Wirtshaus klein,
Nach Weibern und Geigern bloß frug ich
Und Lasse, den Domherrn erschlug ich!

In Fremde und Elend ich reuig mich fand,I
Ich lebte von Trebern im fernen Land,
Die den Schweinen zu schlecht gewesen,
Wie in der Vulgata zu lesen.
Doch war ich nicht ganz in Beelzebubs Hut,
Auch wenn er schlecht ist, der Mensch ist gut.

Ich irrte im tosenden Sturm einher,
- Wie der Kahn, der schlingert, gepeitscht vom Meer,
Und endlich doch von den Klippen leck,
Zum Strand wird geschleudert mit losem Verdeck -
Doch lässt sich aus Strandgut und Stücken
Dies alles noch heilen und flicken.

In ein schwarzes Verlies hat man mich gesetzt
Und wie von Bestien ward ich gehetzt,
Die blutgeil die Beute zerreissen
Und fetzen und nagen und beißen.
Sie lehrten mich Todsünde, Tücke und Haß,
Und Bitterkeit trank ich und Galle ich aß,
Ich fühlte verkauft mich und tot und kalt,
Verfallen an des Satans Gewalt,
Meine Hölle war denen ein trautes Heim,
So ging ich dem Haß auf den Leim.

Doch des Wassers Fall und des Waldes Chor,
Und wenn morgens rot die Glut glimmt empor,
Der Regen und seine Lieder, die gaben die Liebe mir wieder.
Der Tau und der Bach und der Vögel Gesang
Der Wiesen Blumen, der Elche Gang,
Im Tannewipfel der Eichhörnchen Spiel,
Die gaben mir wieder Leben und Ziel
Und gaben mir meine Ehre und lehrten mich neue Lehre:

Es ist ja nicht wahr, was ich lernte zuvor,
Dass einer bleibt draußen vorm Himmelstor,
Denn jede Seele geht ein zum Licht
Und Böcke und Schafe, die gibt es ja nicht.
Das Gute ist keineswegs ganz so gut,
Wie selbst es sich dünkt im Übermut,
Das Böse ist keineswegs ganz so schlimm,
Wie selbst es sich quält mit verletzendem Grimm.

Drum sei der Braven Ruhm vergessen,
Beurteilen ist ein misslich´ Vermessen.

Und der hohe Herr, so in Roma wohnt,
Urteilt ganz ohne mich wie von jeher gewohnt,
Samt Mönchen und hohen Priestern,
Doktoren und klugen Magistern.
Der Herr, der da sitzt auf der Burg so hehr,
Der hat wohl Sorgen zu tragen, auch er,
Der Sorge Faust beutelt König und Graf,
Den Kaiser wohl selbst manche Sorgenlast traf,
Sie alle auf Irrwegen suchen,
Wie sollte ich solche verfluchen?

Den Menschen auf Erden das Wandern frommt,
Und niemand weiß, woher er kommt,
Und niemand kennt den Weg, den er misst,
Und niemand weiß, was das Leben ist.
Dermaleinst nach endlosem Streiten
Da dämmern wohl bessere Zeiten,
Wo keiner mehr böse und keiner gut,
Nur Menschen, vereint in der Unkenntnis Flut,
Sie reichen einander die Hände
Und helfen sich an die Strände.

Wenn man mir auch meine Ehre stahl,
Und sitz ich auch einsam im finsteren Tal
Und tagt auch nie besserer Zeiten Licht,
So will ich doch nicht klagen und hadern nicht:
Denn freudig der Vogel singt himmelan,
Am Morgen die Sonne zieht neu ihre Bahn,
Im Frühling blühn Blüten an Bäumen
Nur ich sollte nicht hoffen und träumen?

Vielleicht, wenn ein Jahrtausend verfloss
Wie Wolken hoch über Hütte und Schloss,
Wird ziehn durch den Wald ein Reitersmann,
Und bindet sein Pferd an der Birke an
Und drückt die Klinke und tritt herein
In den Brettverschlag, der einmal mein.
Und findet mein ärmliches Testament,
mit Feder geschrieben auf Pergament.

Dann sagt er : "Sieh da, sieh mal an!
Der hat es gewusst, was nun weiß jedermann,
Was kostete langen, langen Streit
Auf Erden so lange, lange Zeit -
Ein Bettelmönch, entrechtet,
Vom Kapitel in Skara geächtet.“

(Gustaf Fröding 1860-1911)

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Schade!
Hier gab es viel zu lernen. Paß auf Dich auf Frank
Frank Benedikt - 11. Okt, 10:50
Irgendwie schade. Habe...
Irgendwie schade. Habe "gerade" erst angefangen, dieses...
tom-ate - 3. Okt, 15:29
Gruß http://opablog.twoday .net/stories/42987938/
Gruß http://opablog.twoday .net/stories/42987938/
kranich05 - 3. Okt, 11:18
SpinnewippGrüße
Hallo Gitano, am Ende dieses Blogs- den einzigen den...
cadiz - 26. Sep, 17:39
wenn ich jetzt so lange...
wenn ich jetzt so lange warten wollte, bis mir zu Deinem...
vunkenvlug - 26. Sep, 14:22

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Zuletzt aktualisiert: 11. Okt, 10:50

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