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Dienstag, 1. Februar 2011

Klassenhass von oben schürend:

"Wenn ein Mann mit über sechsundzwanzig noch Bus fährt,
kann man ihn getrost als Versager bezeichnen."
(Margaret Thatcher: “A man who, beyond the age of 26, finds himself on a bus can count himself as a failure.” )

In einem normalen blog fängt jetzt der blogger an, sich mit dem Politiker rumzustreiten, und zählt mindesten 7 Gründe auf, warum man mit dem Bus fahren sollte.
Hat also wieder einmal das Wesentliche verpasst.

„Ich weiß nicht, was du mit ‚Ruhm‘ meinst“, sagte Alice.
Humpty Dumpty lächelte verächtlich. „Natürlich nicht – bis ich es dir sage. Ich meinte: Da hast du ein schönes zwingendes Argument!“
„Aber ‚Ruhm‘ heißt doch nicht ‚schönes zwingendes Argument‘“, entgegnete Alice.
„Wenn ich ein Wort verwende“, erwiderte Humpty Dumpty ziemlich geringschätzig, „dann bedeutet es genau, was ich es bedeuten lasse, und nichts anderes.“
„Die Frage ist doch“, sagte Alice, „ob du den Worten einfach so viele verschiedene Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – und das ist alles. […]“



Und das Folgende soll die Thatcherin nicht gesagt haben :"There is no such thing as a free society."
Das Abgrundblöde am - auch hier wieder voll orchestriert einsetzenden - immanenten Konter der engagierten Politblogger ist ihre Verkennung der freien Meinung als einer praktisch relevanten face-to-face-Situation.
Dabei genügt es doch vollkommen, wenn Frau Thatcher sich tatkräftig für den Inhalt des Satzes eingesetzt hat.

Mittwoch, 26. Januar 2011

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"Es überrascht mich zu sehen, dass heute alles, was nicht auf eine reine und simple Selbstaufgabe in einem – sagen wir mal - generalisierten Kapitalismus hinausläuft, als archaisch oder altmodisch betrachtet wird, ganz als ob da keine andere Definition von Moderne existierte, als schlicht und ergreifend jederzeit in den herrschenden Formen des Moments erwischt zu werden."

"Sagen wir mal im Vorübergehen so: Da (philosophische) Heilmittel oft schlimmer als die Krankheit selbst sind, hat unser Zeitalter, um von der Krankheit des Platonismus geheilt zu werden, solche Dosen von relativistischen, vage skeptischen, zart spiritualistischen und geistlos moralischen Medikamenten verschlungen, dass es sich jetzt im Prozess des sanften Hinübersterbens befindet, in dem schmalen Bett des angeblichen demokratischen Komforts."(Alain Badiou)

Montag, 24. Januar 2011

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Die Hoffnung ist ein kreidebleiches Kind, das den Killer anlächelt, der es abschlachtet.
(Gerrit Achterberg)

Dienstag, 11. Januar 2011

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Ziegler: Meine Privilegien sind eine Waffe, die man mir in die Hand gegeben hat. Also muss ich sie im Namen der Unterdrückten nutzen.
ZEIT: Sie sind ein Moralist.
Ziegler: Ich bin ein völlig unmoralischer Mensch. Ein schlechtes Gewissen ist eine jämmerliche Sache. Man braucht ein klares Bewusstsein.

Na, das wäre ja schon mal ein Anfang.

.... Alle fünf Sekunden stirbt auf dieser Welt ein Kind an Hunger. So steht es im World Food Report der FAO, der Ernährungsorganisation der Uno. Alle fünf Sekunden, jetzt, während wir reden! Alle vier Minuten verliert ein Mensch sein Augenlicht, nur weil er zu wenig Vitamin A bekommt. Jeder sechste Mensch ist permanent schwerst unterernährt...

ZEIT: Diese Zahlen wiederholen Sie immer wieder.

Ziegler: Diese Zahlen sind Waffen, gute Waffen, weil sie nicht einmal von den Weltbank-Leuten angezweifelt werden. Und derselbe World Food Report erklärt, dass wir mit unserer Landwirtschaft zwölf Milliarden Menschen normal ernähren könnten. Es gibt keinen objektiven Mangel.

Alle Welt glaubt, dass Kritik überhaupt nur geht, wenn man das Ideal einer Sache seiner verfehlten Realisierung gegenüberstellt. Als ob nicht der in der Welt existierende tatsächliche und mit Gewalt aufrechterhaltene Maßstab genügen würde, ihm eine Absage zu erteilen. Statt dieser angeblich ungenügenden Feststellung dessen, was gilt, kommt nach dieser objektiven Aussage vorhersagbar was?
Ziegler: „Ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet. Und seine Mörder gehörten vor ein Nürnberger Gericht. Punkt, aus.“

Harte Nuß
Es gibt nichts Objektiveres als die Subjektivität.
Ob die allerdings objektiv zu urteilen gedenkt, unterscheidet die machtlose Moral von der entmachteten Einsicht.

Akzeptables Programm
Eine Einladung abzulehnen,
die man nie erhalten hat,
aber dennoch nicht ausschlagen kann,
wäre schon mal ein Anfang.

Dann zur Ablehnung dessen einladen,
was einem als festliche Zusammenkunft
auf den Hintern buchstabiert wurde,

und diesmal aber wirklich
Alle zur Ablehnung einladen.

Hoffnung
Ist das, was dir bleibt, wenn du beim Abwärtsrollen deines Wagens über eine starke und lange Gefällstrecke feststellst, dass dir einer die Bremsschläuche durchschnitten hat.

Die Zunahme ihrer Beliebtheit verheißt nichts Gutes.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

PRAKTISCH

"Nach den Definitionen in den Wörterbüchern handelt es sich hier um nichts weiter als den Gegensatz zum sogenannten Theoretischen, übrigens eine nicht minder schätzenswerte Sache.

Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, erscheint der praktische Mensch als das Werkzeug zur Verwirklichung einer Idee oder zur Anwendung eines Gesetzes. Der praktische Mensch im höchsten Sinne wäre demnach der Henker.....

Im Grunde ist der praktische Mensch der eigentliche Halbgott der bürgerlichen Welt, der moderne Ersatz für den Heiligen. Die meisten zeitgenössischen Denkmäler werden zu Ehren praktischer Menschen von anderen praktischen Menschen, errichtet, die ihr Handwerk verstehen und keine Schlafmützen sind.
Ein Hausherr, der mitten im Winter die Kranken und Hungernden auf die Straße werfen lässt, ist ein durch und durch praktischer Mensch, ... Was diesen Mann so hoch hebt, ist, dass er ein Herz hat, manchmal sogar ein überaus gefühlvolles Herz, und dass er sich Zwang antun muß, um nichts davon merken zu lassen..."
(Leon Bloy)

Sonntag, 5. Dezember 2010

Die Grenzen der Aufklärung

Ob Sonnenschein, ob Sterngefunkel:
Im Tunnel bleibt es immer dunkel.
(Erich Kästner)

Samstag, 9. Oktober 2010

Hier werden unbedingt

ein paar Verrückte gebraucht.
Schaut euch doch bloß mal an, wo die Normalen uns hingebracht haben.
(Anonymus)

Dienstag, 14. September 2010

Wobei ich mitmachen würde

- Schön für dich, wenn du denken kannst:"Heute war ich den ganzen Tag völlig normal. Das kann unmöglich den Rest der Woche so weitergehen."

- Die Welt gebrauchen, nicht verbrauchen.
(Arne Naess)

Samstag, 11. September 2010

..."... nicht nur vom Brot allein."

Keine Partei kann vom Fleisch leben, jede lebt vom Image, vom Ruf, von der Tradition und den Köpfen, die die Partei formten.
(Roberto J. De Lapuente in ad-sinistram)

Donnerstag, 9. September 2010

Freischwimmer

Bare død fisk flyter med strømmen.

Nur der tote Fisch geht mit der Strömung.
(Norwegisches Sprichwort)

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