Neues Denken
Auf den Regierungsbänken
Spricht man vom neuen Denken.
Kein Wunder, dass das Denken in Verruf geraten ist, wenn Leute, die noch nicht einmal die ernüchternde Gegenwart des Üblichen im Gedanken erfasst haben, jetzt plötzlich sich dazu wortwörtlich ermuntern, „in neuen Zusammenhängen zu denken“.
Da Politiker sozusagen die Kondensatoren der Dummheit sind, wundert dieser neuerliche Beweis machtvoller Beschränktheit überhaupt nicht.
Was die da kondensieren, liegt eh schon länger in der Luft, allwo man ein
- „in die selbe Richtung denken“ vorfindet, und sich davon etwas Gehaltvolles verspricht; und das eine oder andere
- „angedacht“ wird;
- je nach Opportunität mal „lokal denken“ angesagt ist, oder doch lieber „global“;
- einer scheidenden Moderatorin ein „wissendes Lächeln“ zugestanden wird;
- es sogar ein Erkenntnis> <interesse geben soll;
- zu befürchten steht, dass es demnächst im Fernsehen ein „Abenteuer Denken“ geben wird. Die Ver-Abenteuerung von Leben gibt’s schon.
- Vordenker geisten gebildet durch die Medien, und erlaubt ist Nachdenken des Vorgedachten auf Nachdenkseiten.
- Erlaubt ist auch ein kritisches: “Das kann ich nicht nachvollziehen.“, womit klar sein dürfte, worin Denken heute besteht: Identischwerden, Sich-Einfinden im Pferch des Novus ordo Seculorum, den das Große Siegel der Staaten auf der Eindollarnote nicht nur verspricht.
- Da die leicht fassliche Sprache der Brutalität, die in jedem Dollar steckt, jeder versteht, erübrigt sich das Denken tatsächlich.
Deutungskunst
Es gibt einen feinen, egoistischen Dünkel, der es mit seiner enthusiastischen Feier des ausschließlich individuellen Zugangs zu schlechterdings ALLEM zu großem Ansehen unter den Auslegern gebracht hat: die Hermeneutik.
Spricht man vom neuen Denken.
Kein Wunder, dass das Denken in Verruf geraten ist, wenn Leute, die noch nicht einmal die ernüchternde Gegenwart des Üblichen im Gedanken erfasst haben, jetzt plötzlich sich dazu wortwörtlich ermuntern, „in neuen Zusammenhängen zu denken“.
Da Politiker sozusagen die Kondensatoren der Dummheit sind, wundert dieser neuerliche Beweis machtvoller Beschränktheit überhaupt nicht.
Was die da kondensieren, liegt eh schon länger in der Luft, allwo man ein
- „in die selbe Richtung denken“ vorfindet, und sich davon etwas Gehaltvolles verspricht; und das eine oder andere
- „angedacht“ wird;
- je nach Opportunität mal „lokal denken“ angesagt ist, oder doch lieber „global“;
- einer scheidenden Moderatorin ein „wissendes Lächeln“ zugestanden wird;
- es sogar ein Erkenntnis> <interesse geben soll;
- zu befürchten steht, dass es demnächst im Fernsehen ein „Abenteuer Denken“ geben wird. Die Ver-Abenteuerung von Leben gibt’s schon.
- Vordenker geisten gebildet durch die Medien, und erlaubt ist Nachdenken des Vorgedachten auf Nachdenkseiten.
- Erlaubt ist auch ein kritisches: “Das kann ich nicht nachvollziehen.“, womit klar sein dürfte, worin Denken heute besteht: Identischwerden, Sich-Einfinden im Pferch des Novus ordo Seculorum, den das Große Siegel der Staaten auf der Eindollarnote nicht nur verspricht.
- Da die leicht fassliche Sprache der Brutalität, die in jedem Dollar steckt, jeder versteht, erübrigt sich das Denken tatsächlich.
Deutungskunst
Es gibt einen feinen, egoistischen Dünkel, der es mit seiner enthusiastischen Feier des ausschließlich individuellen Zugangs zu schlechterdings ALLEM zu großem Ansehen unter den Auslegern gebracht hat: die Hermeneutik.
gitano - 4. Feb, 08:11